Lerntherapie - ILZ Nürnberg

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Lerntherapie

Die integrative Lerntherapie ist die adäquate Hilfeform bei Lernstörungen wie Legasthenie, Dyskalkulie bzw. AD(H)S. In ihr fließen wissenschaftliche Erkenntnisse aus Pädagogik, Psychologie und Medizin, aus der Linguistik, der Mathematik und den Fachdidaktiken zusammen. Durch die integrative Lerntherapie erhalten die Kinder einen neuen Zugang zur Schriftsprache und/oder Mathematik.
Therapeutisch begleitet überwinden sie ihre Schwierigkeiten, stärken ihr Selbstvertrauen, entdecken und entfalten ihre Kompetenzen. Eltern und Lehrkräfte werden in die Entwicklung positiver Lernerfahrungen der Kinder eingebunden.


Integrative Lerntherapie ist immer Hilfe zur Selbsthilfe.

Was ist integrative Lerntherapie?
Die integrative Lerntherapie hilft Kindern, Jugendlichen und in Einzelfällen auch Erwachsenen, die trotz ausreichender Beschulung Lernstörungen entwickelt haben. Das Spektrum reicht von anlagebedingten Wahrnehmungs- und Teilleistungsschwächen über psychosozial bedingte Lernblockaden und Entwicklungsverzögerungen bis hin zu umschriebenen Entwicklungsstörungen (entsprechend internationaler Klassifikation). Dadurch haben diese Lernende erhebliche Schwierigkeiten beim Erwerb des Lesens, Schreibens oder Rechnens. Durch ständiges Versagen sind sie in den Teufelskreis einer Lernstörung geraten. Ihre Lernerfahrungen sind häufig von Misserfolgen, Frustration und Angst geprägt. Anforderungen der Eltern, der Schule, des Berufslebens und des Alltags können sie nicht im geforderten Maße erfüllen.

Die Eltern fühlen sich überfordert und reagieren u. a. mit verstärktem Druck, Überbesorgtheit, Wut, Schuldgefühlen und Schuldzuschreibungen. Durch diese ständigen Belastungen können sich Familienkonflikte entwickeln und ausweiten. Selbst wenn die Schule Verständnis für die spezifischen Störungen aufbringt, kann sie diesen Kindern und Jugendlichen im Rahmen der schulischen Förderung nicht ausreichend helfen. Sie reagieren mit Vermeidungsstrategien, Angstblockaden bis hin zu somatischen Beschwerden, aggressivem Verhalten oder sozialem Rückzug. Grundvoraussetzung für effektives Lernen sind aber positive Gefühle - ein positives Selbstwertgefühl, Lernmotivation und Vertrauen in die eigene Lern- und Leistungs-fähigkeit. Diese positive Grundhaltung brauchen Kinder und Jugendliche, aber auch die Eltern und Lehrer.

Die integrative Lerntherapie trägt zur Wiederherstellung einer positiven Lernstruktur bei, selbst in hoffnungslos erscheinenden Fällen. Je nachdem, wie groß das Ausmaß der Schwierigkeiten bei dem Schüler sowie den Eltern und Lehrern ist, müssen unterschiedliche Wege gewählt werden. Der Lerntherapeut zeigt Lösungswege auf, die von allen Beteiligten mitgestaltet werden. Integrative Lerntherapie ist immer Hilfe zur Selbsthilfe.

Die integrative Lerntherapie fördert, begleitet und entwickelt also individuelle Lernprozesse zum Erwerb der Kulturtechniken in individuellen Phasen der Persönlichkeitsentwicklung. Dabei werden alle inneren und äußeren Verhältnisse der Persönlichkeit berücksichtigt und in die Förderung einbezogen.

 
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